Like Daughter, Like Mother – Taking Care of Motherhood

Olivia Hyunsin Kim, ddanddarakim
Performance

Mi., 06. Okt / 20 Uhr / im Anschluss Publikumsgespräch / zeitraumexit - Tickets 
Do., 07. Okt / 21:30 Uhr / zeitraumexit - Tickets 
In deutscher + englischer Sprache
barrierefrei
3 / 8 / 15 / 25€ 

// 3 G Regel: Einlass nur tagesaktuell getestet, zweifach geimpft oder genesen!

Die Mutter wird weiterhin als Inbegriff der Carearbeit gesehen und ist mit ihrer ‘Geburt in die Mutterschaft’ eine zum ständigen Scheitern gezwungene Figur: denn was sie auch tut – es ist „never enough“. Das hat nicht zuletzt auch nochmal die aktuelle Pandemie mit Homeoffice und Homeschooling deutlich gemacht. Propagiert der Staat einerseits die Vereinbarkeit von Karriere und Familie für Mütter, zeigen soziale Studien andererseits das komplette Gegenteil auf – zwei Drittel der unbezahlten Carearbeit bleibt bei den Müttern hängen: denn „She would do anything for love“.

Will die Mutter noch etwas anderes im Leben, als Windeln wechseln, muss sie sich durchbeißen und verhandeln. Gerade in der Kunstszene entscheiden sich viele für ein „I ain’t your mama“. Nach der Großmutter der Performancekunst Marina Abramovic gibt es für Kunst und Kinder gleichzeitig zu wenig Energie. Die bildende Künstlerin Tracey Emin sagt: „Es gibt herausragende Künstler*innen, die Kinder haben. Man nennt sie Männer.“

Die Choreographin Olivia Hyunsin Kim hat sich trotz ihres Jobs für die Mutterschaft entschieden. In „Like Daughter, Like Mother – Taking Care Of Motherhood“ fragt sie sich, wie sie dennoch Künstlerin bleibt und entwirft in einer audio-visuellen Performance fluide Bilder von Mutterschaft, die zwischen Schuld, Aufopferung und Rabenelternschaft changieren. Sowohl innerhalb, als auch außerhalb von biologisch und sozial geprägten Mutterbildern werden hybride Formen von Mutterschaft konstituiert. Anhand der Beziehung zur eigenen Mutter einerseits und zur frisch geborenen Tochter andererseits nimmt Olivia Hyunsin Kim die an sie gestellte gesellschaftliche Erwartung unter die Lupe und gleichzeitig humorvoll auf's Korn: denn „I would do anything for love, but I won’t do that.“

Von und mit: Wicki Bernhardt, Christian Cattelan, Yeonsook Jeong, Olivia Hyunsin Kim, Jones Seitz. Mit Dank an: Nalu Cattelan Kim, Jeongsob Hwang, Jinyoung Shin. Konzept: Olivia Hyunsin Kim

Eine Produktion von Olivia Hyunsin Kim/ddanddarakim in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE Berlin im Rahmen des Festivals Coming of Age und zeitraumexit Mannheim. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.

Foto: © Moo Sang Kim