Internationales Festival für Theater | Performance | Tanz | Kunst
12. – 29. September 2007 | Hafenstrasse 68 | Mannheim

Programm

Radio-Lounge
Hörstücke zusammengestellt von Robert Schoen

14. | 16. | 18. | 21. | 25. | 27.9. 1:00 – 8:00 Uhr
23. | 29.9. 2:00 – 8:00 Uhr
Ständiger Einlass
Speziell am 27.9. 1:00 Uhr
Der Amazonas
Regie: Helmut Kopetzky / DE
Produktion: HR 2002
Dauer: 174 Minuten
Er transportiert mehr Wasser als alle Flüsse Europas zusammen, hat tausend Nebenarme und die Größe seines Beckens entspricht der Fläche Australiens.
Für „Flüsse der Welt“ bereiste der Feature-Autor Helmut Kopetzky den Amazonas. Mit seinem literarischen Leitfaden -Ernst Schnabels Logbuch „Auf der Höhe der Messingstadt“ – im Gepäck, erfährt er auf dieser Reise durch das Amazonas-Delta Träume und Wunder.
4:00 Uhr
Winter Diary
Autor und Komposition: Murray Schafer / CA
Regie: Murray Schafer und Claude Schryer
Produktion: WDR 1998
Dauer: 60 Minuten
Preise / Auszeichnungen: Karl-Sczuka-Preis
Der Ursprung des Winter Diary ist eine Reise, die Schafer und Schryer durch das ländliche Manitoba/Kanada machten. Sie fuhren Straßen entlang, besuchten kleine Städte, indianische Reservate und Nationalparks. Der Schnee war tief und die Temperaturen eisig. Der Gegensatz zwischen warmen, freundlichen Innenräumen und stillen Landschaften, akustisch gezeichnet nur vom Wind, dem Vorbeifahren entfernter Züge oder dem Heulen der Präriehunde, ist eines der Hauptthemen des Stückes.
5:00 Uhr
Spaceman '85
Autoren und Regie: Andreas Ammer /DE
Console: Martin Gretschmann
Produktion: WDR 2005
Dauer: 54 Minuten
Preise / Auszeichnungen: Hörspiel des Monats
7 Tage, 44 Minuten und 51Sekunden dauert der Flug ins All, den Amateurastronaut Reinhard Furrer mittels seines privaten Diktaphons dokumentierte. Seinen teils euphorischen, teils poetischen, mitunter psychedelischen Schilderungen des Weltraums gab Andreas Ammer in Zusammenarbeit mit dem Musikerkollektiv „Console „ einen künstlerischen Rahmen: Aus dem Dokument eines Abenteuers wird ein musikalisches Epos über die Grenzen des Menschseins.
Hör! Spiel! Das Hörspiel als defizitäre Kunstform, die es im Spiel der Imagination auszumalen gilt. Raum und Zeit stehen dabei im Mittelpunkt: Extreme Räume, wie sie der Komponist Andreas Bick auf seiner Suche nach dem Klang des Eises, der Haut oder des Windes erforscht; als Stadträume in den Soundscapes von Pierre Henry oder Barry Bermange. Zeitgeschichte(n) in »Moments of History« oder in »Unter dem Gras darüber« von Jürgen Geers und Inge Kurtz. Spielerisch-experimentelle Annäherungen an das Thema Zeit sind die Stücke von Heiner Goebbels und Tom Johnson. Über 30 Hörstücke aus den verschiedensten ästhetischen Traditionen sind zu hören, manche ganz kurz, andere in überwältigender Länge (10 Stunden). Wir schaffen den Raum zum Hören. Nehmen Sie sich die Zeit zum Spielen. Zusammengestellt wurde dieses Programm von Robert Schoen.
Robert Schoen, geb. 1966 und wohnhaft in Berlin, kfm. Ausbildung, Studium Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, Ausbildung zum Hörspielregisseur beim SWR, Baden-Baden. Zahlreiche Produktionen als freier Hörspielregisseur; Hörbücher, Theaterstücke.