Das Unmögliche wagen!
Im Juni war in einer deutschen Zeitung vom bevorstehenden Weltuntergang zu lesen. Und nur zwei Seiten weiter: Soviel Aufbruch war nie!
Unter dem Motto: „Das Unmögliche wagen", blicken wir dieses Jahr allen Krisen zum Trotz kühn nach vorne.
Die eingeladenen KünstlerInnen zeigen Unbekanntes, Brüchiges, Zorniges und betörend Schönes. Sie bringen uns mit ihrer Arbeit zum Nachdenken, sie setzen an überraschenden Stellen an, sie legen Finger in Wunden.
Nach Jahrzehnten des Pragmatismus, Hedonismus, Skeptizismus und Poststrukturalismus, in denen die Hoffnung auf Zukunft fast lächerlich erschien, in denen hemmungsloser Konsum die einzige Antwort auf den bevorstehenden Kollaps war, in denen Gesellschaftsentwürfe hin auf eine bessere Zukunft misstrauisch beäugt wurden, erleben wir heute eine Renaissance der Utopien. „Denken heißt Überschreiten“ heißt es bei Ernst Bloch. Im Denken überschreiten wir das Unmögliche hin zum Möglichen. Genauso in der Kunst.
Also bringen wir Licht ins Dunkle oder das Dunkle ins Licht, tanzen in die Zukunft, nehmen wir Anstoß, wählen zwischen Veggi und Burger, zeichnen unsere Visionen, singen für die Hoffnung, bauen eine Stadt, sammeln Ideen und rufen die Revolution aus.
Gabriele Oßwald, Wolfgang Sautermeister, Tilo Schwarz (Künstlerische Leitung)
LIEBES PUBLIKUM
Von 7. bis 17. September veranstaltet zeitraumexit gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern zum 7. Mal das internationale Festival für Theater, Performance, Tanz und Kunst „Wunder der Prärie“.
Mit seinen experimentellen Projekten und seinem unkonventionellen Blick hat sich „Wunder der Prärie“ in der Kulturregion Rhein-Neckar längst als bedeutendes Festival etabliert. Es freut mich, dass die Bundeskulturstiftung das diesjährige Festival mit einer finanziellen Zuwendung fördert und ihm damit den Rang eines national bedeutenden innovativen Kulturprojekts zuspricht. Das diesjährige Motto „Visionäres“ – Unmögliches denken, Unmögliches wollen, Unmögliches tun.“ holt die kommerziell missbrauchte Vokabel „Vision“ zurück in den Bereich der Kunst und definiert damit deren zentrale Gestaltungsaufgabe in einer mit vielfältigen, schier unlösbaren Problemen konfrontierten Welt.
Ich danke den Organisatoren von zeitraumexit e.V., den Kooperationspartnern und allen Künstlerinnen und Künstlern für ihr Engagement und wünsche allen Gästen spannende Entdeckungen und inspirierende Festivaltage.
Dr. Peter Kurz (Oberbürgermeister)
Partner in Mannheim:
Alte Feuerwache, 4. Fotofestival Mannheim Ludwigshafen Heidelberg, Strümpfe Supper Art Club
Wunder der Prärie wird gefördert von:
Kulturstiftung des Bundes, BASF SE, Stadt Mannheim, H. W. & J. Hector Stiftung, Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg, John Deere
Wunder der Prärie ist Mitglied der Festivalregion der Metropolregion Rhein-Neckar.